Hamburger Frühlingsdom 2018

In vielen Städten muss man ein ganzes Jahr auf die nächste Kirmes warten. Da haben es die Hamburger Kirmesfans besser, denn dort dauert es nur drei Monate, bis es auf dem Dom wieder rund geht. Die diesjährige Saison beginnt natürlich mit dem Frühlingsdom vom 23. März bis 22. April.

Die Ursprünge des Hamburger Doms begannen bereits im 11. Jahrhundert. Damals suchten Händler und Handwerker im damaligen Hamburger Marien-Dom Schutz vor dem Wetter. Auch Gaukler und „Quacksalber“ waren bereits zur Unterhaltung dabei, sehr zum Missfallen des Domherren, Erzbischof Burchard von Bremen. Also erteilte er den Schaustellern im Jahr 1334 Hausverbot. Die Kirchgänger wollten das Ende des mittlerweile zur Tradition gewordenen bunten Treibens keinesfalls hinnehmen. Die hanseatische Sturheit brachte den Bischof 1337 dazu, die Händler im Dom zu dulden, wenn auch nur bei schlechtem Wetter.

1804 wurde der Dom abgerissen, und somit zogen die Schausteller durch die Hamburger Stadtteile, bis sie 1893 auf dem Heiligengeistfeld einen festen Standort bekamen.

Auch wenn jeder Dom anders ist, gibt es einige feste Bestandteile für alle. Ein wichtiger Punkt ist das Feuerwerk, welches jeden Freitag um 22.30 Uhr von Pyrotechniker Sven Schneider in Planten und Blomen abgefeuert wird. Dem 15minütigen Spektakel gehen vier Stunden Aufbauarbeit und viel Planung voraus. Auf dem Dom gehen die Lichter aus, wenn die Raketen bis zu 150 m hoch steigen. Lediglich am Karfreitag wird kein Feuerwerk gezündet, in diesem Jahr also am 30. März.

Der Mittwoch ist auf dem Hamburger Dom der Tag der ermäßigten Preise. Dann kann man sich auch schon mal eine zweite Runde gönnen.

Auf dem Frühlingsdom wartet auch in diesem Jahr wieder eine Mischung aus Lauf-, Rund- und Hochfahrgeschäften auf die Besucher. Mit der Teststrecke (Meyer – Rosenzweig), Wilde Maus XXL (Eberhard) und Kuddel der Hai (Belli) sind Coaster für jeden Geschmack dabei. Wasserratten dürften Vorlops  Atlantis Rafting bevorzugen. Einen guten Überblick auf das bunte Treiben bieten das Riesenrad von Steiger aus 60 m Höhe und der City Skyliner von Schneider, welcher sogar auf 70 m Höhe kommt. Auch Apollo 13 (Küchenmeister) und der Sky Dance von Nülken gehören zu den größeren Attraktionen.

Ein bisschen Eigeninitiative ist an den Autoscootern gefragt. Davon gibt es auf dem Frühlingsdom drei, Stardust (Vespermann – Hartkopf), Super Scooter von Rasch und der Bumper 1 (Mantau). Bei den Laufgeschäften ist Unterhaltung angesagt. Der Glasirrgarten von Schau & Horlbeck und  Après Ski Party (Fackler) ist der Orientierungssinn gefragt, während bei Fuzzy’s Lachsaloon (Rasch), Hartmanns Krumm & Schiefbau, Rotor (Pluschies) und dem Alpenhotel (Rasch) eher ein wenig Körperbeherrschung gefragt ist. Nicht schreckhaft sein dürfen die Besucher bei Ghost (Burghard), welcher in diesem Jahr neu dabei ist, Raschs Dom Geister und – sofern man Angst vor Mäusen hat – im Mäuse Spektakel (Landwermann & Hohmann).

Mit Black Out (Störzer) und Rupperts Take Off sind zwei weitere Neuheiten vertreten. Fahrspaß für jeden Geschmack bieten außerdem Shaker (Wilhelm), Dom Dancer (Rüth), Big Monster von Krameyer, Crazy Wave (Rasch), Hansteins Wellenflug, Viva Mexico (Nülken) und Ohlrogges Action. Vervollständigt wird das Angebot von zahlreichen Reihen- und Kinderfahrgeschäften.

Natürlich kann es bis März noch Änderungen geben, die wir dann rechtzeitig bekannt geben werden. (HM)

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